Neuer Vortrag – Belize

Wir haben einen neuen Vortrag im Programm

Belize – Unbekanntes Juwel

Wir freuen uns auf zahlreiche Besucher.

Falls Sie einen individuellen Termin für eine Gruppe vereinbaren wollen, sprechen Sie uns an!

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Zurück! – Was bleibt?

Seit nunmehr drei Wochen sind wir wieder in Deutschland und der Soundtrack unserer Reise tritt unweigerlich immer mehr in den Hintergrund. Zwar hatte es die Sonne bei unserer Ankunft gut mit uns gemeint, die Temperaturen ließen allerdings zu Wünschen übrig. Von 28 Grad auf -8. Brrr.

Auch die Arbeit hat uns mittlerweile wieder eingeholt (überrollt trifft es eher!) und es stellt sich die Frage: „Was ist geblieben von 4 Wochen Belize, Zentralamerika“?

Neben den harten Fakten, wie den zurückgelegten 3000 km mit dem Mietwagen, das Erlebnis eines 13-stündigen Zwischenstopps in Atlanta, den Maya-Stätten und den ca. 2863 Fotos sind es die Eindrücke eines wirklich abwechslungsreichen Landes und seinen Bewohnern. Auf unserer Reise haben wir viele sehr nette und hilfbereite Menschen unterschiedlichster Abstammung kennen gelernt, wobei die Bandbreite vom kleinen, blonden Mennoniten-Jungen bis zum Rastaman reichte. Wir durften den tropischen Regen und den atemberaubenden Blick von Maya-Pyramiden über das Blätterdach ebendieses Regenwaldes genießen. Wir sind im türkisfarbenen karibischen Meer mt Haien und Rochen geschwommen. Und natürlich sind auch die nach Deutschland mitgebrachten Rezepte von „Cerviche“ bis „Lizard Juice“ und die vielen kleinen Anekdoten nicht zu vergessen.

Jetzt heißt es aber erstmal Fotos sichten und sortieren, in Erinnerungen schwelgen, Anekdoten und -dötchen festhalten und unseren nächsten Reisevortrag vorbereiten. Vielleicht sehen wir uns ja zu einem Termin.

Das kleine, vielfältige, großartige Belize war jedenfalls ein gutes Land um erste Schritte auf einem für uns neuen Kontinent zu gehen. Unser Heimweh nach der Welt ist ungebrochen…

Vielen Dank für Euer Interesse.

Iris und Ingo

Go slow! Oder: unter Haien

Heute schließt sich der Kreis. Wir sind wieder am Ausgangspunkt unserer Reise, dem internationalen Flughafen von Belize, angekommen.

Aber was haben wir in den letzten Tagen noch entdeckt gelernt? GO SLOW!

Wir waren, diesmal mit dem Wassertaxi, auf Caye Caulker. Das ist ebenfalls eine der vorgelagerten Inseln, viel kleiner und eher das Ziel von Rucksacktouristen. Nach der rasanten Überfahrt mit dem Express-Wassertaxi von Belize-City, ca. eine Stunde Fahrzeit, wird man direkt mit dem nicht nur inofziellen Motto der Insel konfrontiert. Gehe langsam! Ein Mosaik am Landungssteg und diverse Schilder erinnern stets daran.

Den eigentlichen Plan auf der Insel mal wieder zu zelten haben wir zuden Akten gelegt, obwohl wir die gesamte Ausrüstung eingepackt und mitgeschleppt hatten. Vom Wassertaxi-Terminal aus haben wir kurzerhand verschiedene Pensionen angerufen. Es zogen schließlich wieder bedrohliche Wolken auf.

Bei einer Unterkunft hatten wir schließlich Glück, der Inhaber glaubte, dass noch ein Zimmer frei sei. Und wir sollten uns wieder melden, wenn wir angkommen waren, eventuell ist das Zimmer dann immer noch frei… Geagt, getan, Glück gehabt. Für die 300 Meter zur Unterkunft haben wir uns dann ein Taxi genommen, auch hier ein Golf-Cart. Auf Caye Caulker gibt es keine einzige geteerte Straße, es fahren unzählige Golf-Carts und ein LKW. Der Rest geht zu Fuß oder fährt in Badehose oder Bikini Fahrrad. Nachdem wir uns mit einem Cocktail im Lazy Lizzard gestärkt haben buchen wir eine Schnorcheltour zum vorgelagerten Korallen-Riff. Das Immerhin zweitgrößte Barriere-Riff nach dem in Ausstralien macht Belize zu einem unter Tauchern bekannten Hotspot.

Der Ausflug war unglaublich! Nicht nur dass wir unter fachkundiger Anleitung die Unterwasserwelt des Riffs erkundet haben, wir sind sogar inmitten von Haien und Rochen geschwommen. Dieser Ausflug war ein tolles Erlebnis, das wir, auch mit Blick auf das nahende Ende des Urlaubs, mit Cocktails verarbeitet haben. Die Barkeeperin hat übrigens Margaritas auf Eis empfohlen. Für ein Getränk mit Eisschnee ist es zu kalt. Wir hatten Abends um 22 Uhr noch 26 Grad. Und unseren Musikwunsch hat sie auch noch erfüllt. Aruba, Jamaika,….

An den letzten beiden Tage wollten wir noch einmal die Gegend um Orange Walk Town erkunden, der Plan erwies jedoch als Reinfall, denn die so fabelhaft bewertete Unterkunft war eine Art Garage mit Mückenzugang. Schon in der Nacht haben wir uns eine andere Unterkunft in Belize-City ausgesucht und haben uns am nächsten Morgen direkt auf den Weg gemacht. Gefrühstückt wurde unterwegs.

Nach den letzten Souvenierkäufen und einem Kaffee in Old Belize haben wir uns zur Lodge navigieren lassen und dann hieß es: „Gehe den Rest des Weges zu Fuß!“. In der Tat konten wir unsere Pension sehen aber nicht erreichen, wir waren durch einen Fluss voneinander getrennt. Es gab immerhin einen Telefonnummer…und dann kam ein Boot. Ich weiß nicht, in welcher Situation des gesamten Urlaubs wir dummer geguckt haben. Na ja, vielleicht da, wo ich in ein anders geparktes Auto einsteigen wollte und schon die Tür aufgemacht hatte (aber das ist eine andere Geschichte).

I Belize I can fly

Wow! Was für ein Tag! Wir sind gestern früh mit einer kleinen Propellermaschine zum Ambergris Caye geflogen, das ist eine der vorgelagerten Inseln. Schon in Placencia haben wir die kleinen Maschinen von Maya Air und Tropic Air starten und landen sehen und wollten unbedingt mal mitfliegen.

Der Flug dauert 20 Minuten und von oben kann man die vielen kleinen und größeren Inseln sehen, die vor dem Barriere-Riff im türkisblauen Meer verstreut sind. Wunderschön!

Erinnert ihr euch? In den 80ern hat Madonna von „La Isla bonita“ gesungen. Das Lied beginnt mit: „Last night I dreamt of San Pedro.“

San Pedro ist das einzige Städtchen auf der Insel, die kleine Landebahn liegt gleich daneben. Hier geht es sehr enspannt zu, obwohl der Vekehr in den wenigen Straßen recht dicht ist, da sowohl die Einheimischen als auch die Touristen mit Golfcarts unterwegs sind. Die Wägelchen transportieren hier alles, von Baumaterialien bis zu Säcken voller Zwiebeln.

Wir sind durch die Straßen gebummelt, haben im zwei Kilometer außerhalb gelegenen „Truck Stop“ einen Frozen-Coconut-Mojito getrunken, sind netterweise von einem Elektriker mit seinem Golfcart wieder in die Stadt zurückgenommen worden, haben leckeren Fisch in einem Restaurant am Strand gegessen und sind weiter gebummelt.

 Am Nachmittag waren wir eine Viertelstunde zu früh an der Landebahn. Eine Minimaschine mit nur 5 Sitzen musste noch zurück nach Belize City, und dort durften wir als einzige Passagiere mitfliegen und mussten nicht auf unser gebuchtes Flugzeug warten. Unser Privat-Flugzeug!

Das Grinsen ist bis zum Einschlafen nicht mehr von unseren Gesichtern verschwunden. 🙂

Morgen fahren wir mit dem Wassertaxi nach Caye Caulker.

San Ignacio und Tour nach Caracol

Wir haben noch einmal in San Ignacio Halt gemacht, um den vor einer Woche ins Wasser gefallenen Besuch der Mayastätte Caracol nachzuholen.

In der Nacht hat es wieder ordentlich geregnet, also haben wir die 60 Meilen lange Strecke, die auch in den Reiseführern auch mit einem Allradfahrzeug als nur schwer zu bewältigen beschrieben wird, lieber als organisierte Tour gebucht.

Der favorisiete Anbieter hat nur ein Allradfahrzeug, und dass hat eine Familie gebucht, sodass wir einen Tag warten müssten. Wir fragen nebenan nach und dort ist alles kein Problem, am nächsten Morgen um halb 8 soll es losgehen.

In der Nacht und auch als wir aufstehen regnet es wieder kräftig, sodass wir froh sind, nicht selber fahren zu müssen – wir kennen ja mittlerweile die matschigen, glitschigen, schlaglochübersähten Straßen.

Wir haben mal wieder den Pabst in der Tasche – wir sind die einzigen Kunden an diesem Tag. Unser Guide, Mario, erweist sich als Juwel. Er ist bestens über die Maya, die heimische Tierwelt und übe sein Land informiert, sodass der Tag wirklich toll wird.

Auf dem Hinweg halten wir an der Rio Frio Höhle, besichtigen anschließend die Mayastätte Caracol und auf dem Rückweg hält Mario noch an den Rio on Pools, tollen Badegumpen, die sich an unzähligen kleinen Wasserfällen gebildet haben. Um halb 6 sind wir wieder an unserem Guesthouse. Ein toller Tag!

Morgen werden wir noch einmal durch die Stadt bummeln, die Mayastätte Xunantunich und eine Schmetterlingsfarm besuchen.  Außerdem wollen wir den Markt besuchen und ins Mennoniten-Städtchen Spanish Lookout fahren. Die Western Dairies ist eine sichere Bank für gutes Eis.

Am Golf von Honduras

Auf dem Weg nach Placencia machen wir Halt an der Sarpin Sugarmill, einer vor etwa 100 Jahren geschlossenen Zuckerfabrik. Die Gebäude sind längst verschwunden und aus dem Regenwald ragen überall auf dem Gelände verteilt rostende Maschinenteile, Walzen und Pressen herum. Das Ganze wirkt sehr verwunschen.

Weiter geht es nach Placencia. Das ist DER Touristenort in Belize. Viele der Amerikaner, die in Belize Urlaub machen, starten vom Flughafen aus direkt nach San Pedro oder eben hierher durch und bleiben für ein paar Wochen lang vor Ort. Die kleine Stadt ist wunderschön an der Spitze einer circa 30 Km langen Landzunge gelegen und erfüllt alle Erwartungen an einen Urlaubsort in der Karibik: Strände, Palmen, entspannte Leute, Restaurants, Andenkenbuden, Cocktails… Wir lassen es uns zwei Tage lang gutgehen und die Seele baumeln.

Bereits am zweiten Tag vor Ort packt uns aber wieder die Entdeckerlust und wir fahren zu einer nahegelegenen Bananenplantage. Die Schwiegertochter der Besitzer stammt aus den USA und führt uns herum. Von der Pflanzung bis zur Ernte zeigen sie und einige Angestellte uns, wie die Plantage funktioniert. Zum Abschied bekommen wir noch frisch frittierte Kochbanananchips geschenkt und schaffen es gerade noch, zum Sonnenuntergang noch einmal ins Meer zu hüpfen.

Morgen machen wir uns auf den Weg nach San Ignacio und geben der Region eine zweite Chance. Diesmal hoffentlich ohne Regen.